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Teamwork makes the dream work

von startupvalley, Sabine Elsässer

 

Stellen Sie sich und das Startup Sdui doch kurz unseren Lesern vor!
Mein Name ist Daniel Zacharias, ich bin 20 Jahre jung und bin einer der Gründer von Sdui.
Sdui ist aus einem Schulprojekt, dass es sich zur Aufgabe gemacht hat, die Kommunikation in der Schule zu verbessern, heraus entstanden. Nachdem die Entwickler an Jugendforscht, sowie an anderen Wettbewerben erfolgreich teilgenommen haben, haben wir uns entschlossen, nicht zu studieren, oder das angefangene Studium hinter uns zu lassen und direkt ein Unternehmen ins Leben zu rufen. Hauptsächlich mit dem Gedanken, dass wir nichts zu verlieren haben, wenn wir so früh anfangen. Vor ungefähr einem Jahr wurde das Unternehmen dann gegründet und seitdem haben wir fast über 20.000 Schüler und Lehrer von unserem Produkt begeistern können.

Wie ist die Idee zu Sdui entstanden?
In der Schule hat es uns immer gestört, dass man die neuen Kommunikationswege nicht offiziell nutzen darf und konnte. Jeder Schüler hatte viele verschiedene Accounts bei allen möglichen Clouddiensten wie Dropbox, iCloud oder Google Drive. Wir als Schüler haben irgendwann den Durchblick verloren und dachten uns, dass kann so nicht weitergehen. Wir wünschten uns eine Plattform, auf der man die wichtigsten Informationen bekommt, über seinen Tagesablauf Bescheid weiß und Dokumente teilen kann. Genau das haben wir dann gemacht.

Welche Vision steckt hinter Sdui?
Unsere Vision ist es, das Schulleben einfacher und vor allem attraktiver zu machen. Es darf unserer Meinung nach einfach nicht sein, dass ein Großteil der wertvollen Zeit von Lehrern, Schülern und Eltern für unnötig komplizierte Verwaltungsakte verschwendet wird. Wir möchten den Grundstein für Digitalisierung in Schulen legen und so Bildung besser machen.

„Wir möchten Schulen dabei unterstützen, einen Schritt in die Zukunft zu gehen. Und wir stehen dabei noch ganz am Anfang.“

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?
Dadurch, dass wir uns versuchen in einem relativ innovationsfeindlichen Bereich zu etablieren, ist es eine Herausforderung, die Menschen davon zu überzeugen, dass wir Ihnen einen tatsächlichen Mehrwert bieten.

Ohne Studium und Ausbildung, direkt nach dem Abitur gegründet, ist es manchmal schwer seine „Können“ zu beweisen. Im Vorhinein zu überzeugen, dass man das was man tut auch wirklich kann. Wir mussten uns immer wieder sagen: „Dran bleiben“, „nicht auf die hören“. So haben wir es geschafft, uns durch immer mehr Referenzen Integrität zu erarbeiten. Und so haben wir es ebenfalls geschafft einen mittleren 6-stelligen Betrag als Finanzierung einzusammeln.

Wer ist die Zielgruppe von Sdui?
Die Zielgruppe von Sdui sind momentan alle Schulen in Deutschland. An jeder Schule kann Sdui zu einer reibungslosen Kommunikation beitragen und dabei helfen, Zeit sinnvoller als für Aushänge am Schwarzen Brett oder für das Kopieren und Ausdrucken von Dokumenten zu verwenden. Das Beste daran ist, dass funktioniert für jede Schule egal welche Technischen Vorraussetzungen geben sind.

Wie funktioniert Sdui?
Sdui funktioniert als eine Software-as-a-Service Lösung – falls in Bereichen der Wirtschaft total typisch ist, aber für Schulen Neuland bedeutet. Um Sdui in einem Satz zu erklären, erzählen wir unseren Partnern immer: „Im Prinzip funktioniert Sdui so, dass wir durch Schnittstellen mit diversen Programmen ganz automatisch Daten von der Schule übermittelt bekommen, diese dann auf unseren Servern in Frankfurt verarbeiten und dann über unsere Hybrid-App (Website und App in einem) individualisiert anzeigen können plus natürlich die Funktionalität wie Messenger die man in unser App findet. Damit Nutzer direkt informiert sind, bekommen Sie bei einer Neuigkeit, Stunden- oder Vertretungsplanänderung eine Push-Benachrichtigung direkt auf Ihr Smartphone.

Den Effekt, den wir dabei erzielen wollen: „Weniger Verwaltungsstress und mehr Zeit für die wirklich wichtigen Dingen.“

Welche Vorteile bietet Sdui? Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?
Der größte Vorteil den wir bieten ist, dass alle Informationen, alle Möglichkeiten und Funktionen an einem Ort gebündelt werden. Wir möchten zum Beispiel keine Lernplattform ersetzen, aber wir möchten sie einfach zugänglich machen, indem der Nutzer Über Sdui einfach dorthin gelangt, wo er hinmuss. Ein weiterer Vorteil ist, wie eben gesagt, dass wir einfach an bestehende Systeme und Programme anknüpfen. Die Schule und deren Verwaltung muss sich nicht umgewöhnen.

Sdui, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?
Ziel ist es, den Bildungsmarkt zu erobern. In den nächsten fünf Jahren möchten wir Marktführer sein. Wir möchten DAS Tool für Kommunikation in Schule und Hochschule sein. Wenn es gut läuft, würden wir gerne in andere Europäische Länder expandieren und auch dort die Schulkultur zukunftsorientierter gestalten. Denn durch Kommunikation wird Bildung erst möglich.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?
Der erste Tipp ist „Teamwork makes the dream work.” Ich denke man versucht zu oft im Leben Dinge alleine auf die Beine zu stellen, aber mit einem Team, das die Idee mitträgt, ist man erfolgreicher.

Der zweite Tipp von mir für angehende Gründer ist es, einfach zu machen und anzufangen. Ich habe das Gefühl man träumt viel zu oft und macht sich zu viele Gedanken über Risiken oder Gefahren die auf einen Lauern, wenn man einen Schritt ins ungewisse wagt. Dabei vergessen wir oft, dass im Ungewissen auch Glück, Erfolg und Spaß liegen können. Viel zu viele Ideen haben es nicht über das Notizbuch hinausgeschafft, weil wir uns nicht genug zugetraut haben. Also: Ideen wollen umgesetzt werden, und das genau ist der Job eines Gründers!

Sich offen für neue Ideen und neue Möglichkeiten zu halten, ist mein dritter Tipp. Als Gründer habe ich feststellen dürfen, dass man, wenn man nicht offen für Veränderung und Innovation ist, ganz schnell am Boden bleibt. Bewahrt man sich ein waches Auge und einen wachen Geist, hingegen, wird man von den Inspirationen, den Ideen geradezu in die Luft gehoben.

Wir bedanken uns bei Daniel Zacharias für das Interview

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